Partnerschaften

Vielfältige Ansätze und Beispiele

Die Hilfe zur Selbsthilfe, die von UNESCO-Clubs in Deutschland geleistet wird, ist eine Anschubhilfe für Kleinprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Südosteuropa oder vor Ort. Dabei geht es vorrangig um den Auf- und Ausbau von Schulen, Bibliotheken, Bildungseinrichtungen oder Lehrwerkstätten, aber auch um den Bau von Bewässerungsanlagen, die Anschaffung landwirtschaftlicher Geräte, oder um die Schulspeisung von Kindern, die während der Woche wegen der großen Entfernungen nicht nach Hause können und daher in der Schule versorgt werden müssen; andernfalls könnten sie keine Schule besuchen. Dabei werden kulturelle Traditionen und wirtschaftliche Gegebenheiten in der Region berücksichtigt.

 

Die UNESCO-Clubs in Deutschland unterstützen zum Beispiel eine Lehrwerkstatt für Behinderte in Sri Lanka – die Menschen dort werden so ausgebildet, dass sie später ihren Lebensunterhalt selber verdienen können. Sie fördern Bildungsprojekte unter anderem in Kamerun, Tansania, Ghana, Guatemala, Bolivien und Nepal.

 

Hilfe zur Selbsthilfe durch die deutschen UNESCO-Clubs wird aber auch vor Ort, in Deutschland selbst wirksam, beispielsweise durch die Bücher-Schenk-Aktionen am Welttag des Buches, oder durch Lern- und Lesepaten in Schulen, besonders in sozialen Brennpunkten.

 

Berufsausbildung im Grasland von Kamerun (Berlin)

Das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit hat die langjährigen Bemühungen eines privaten Freundeskreises um die Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen im Grasland von Kamerun gewürdigt. Im September 2013 hat der Vorstand des Berliner Komitees für das Projekt „Jugend von Bansoa“ die ideelle Patenschaft übernommen.

 

Im November 2017 begann bereits die vierte Gruppe von Jugendlichen ihre Ausbildung. Bisher wurden mehr als 20.000 Euro an privaten Berliner Spenden für das Projekt mobilisiert.

 

Übergabe der Zertifikate in Bansoa

Übergabe der Zertifikate an die Absolventen der Ausbildung

 

Ausführliche Informationen über das Projekt „Jugend von Bansoa“ und ergänzende Berichte in deutscher und französischer Sprache sind hier verfügbar.

 

Projekt Navajeevana = Neues Leben (Kettwig)

Das Projekt Navajeevana wurde 1989 in Tangalla, Süd-Sri Lanka, gegründet. Es ist eine von der Regierung von Sri Lanka anerkannte und eingetragene wohltätige Sozialeinrichtung. Es zielt auf Vorsorge, Versorgung und Rehabilitation von behinderten Kindern in engem Kontakt mit den Familien. Zunehmend werden auch Erwachsene betreut, die durch Kriegsschäden behindert sind. Zu dem Komplex gehören ein Haupthaus mit den Büroräumen, den Gruppenräumen für die Gruppenarbeit mit behinderten Kindern, Räumen für das Einzeltraining sowie eine Buch- und Spielzeugbibliothek. Auf dem größeren freien Gelände vor dem Haus gibt es Spielgeräte und die Möglichkeit für Sport und Spiel, Treffen von Eltern oder die Durchführung von anderen Veranstaltungen.

 

Weitere Informationen sind hier verfügbar.

 

Lese- und Lernpaten (Aachen)

Nicht wenige Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch Kinder mit deutschen Eltern haben oft enorme schulische Probleme (Schreibschwäche, Leseschwäche usw.). Es entspricht dem Geist der UNESCO, dass Aachener Club-Mitglieder und von ihnen zum Mittun Motivierte hier Hilfe anbieten, indem sie in Grundschulen mit einem einzelnen Kind oder mit mehreren Kindern arbeiten. Wir leisten hier also einen Beitrag zur „Alphabetisierung vor Ort“ und sind als „Lern- oder Lesepaten“ bei Lehrern und Kindern herzlich willkommen. Am „Welttag des Buches“ (23. April) „organisieren“ wir Bücher für Aachener Viert- und Fünftklässler.

 

Materielle Bildungsförderung leistet der Aachener UNESCO-Club ebenso: Das Aachener „Eine-Welt-Forum“ erhielt eine Bücherkiste und reichlich Spiel- und vor allem Lernmaterial. Auch Kindern und Jugendlichen und ihren Familien „draußen“ konnte und kann der Club (in den letzten Jahren und weiterhin) helfen, indem er den in Temesvar (Rumänien) dort tätigen Verein „Hilfe für Kinder“ finanziell tatkräftig unterstützt.

 

Lernen helfen - Lebenshilfe (Wuppertal)

In Guatemala untersützt der UNESCO-Club Wuppertal eine Schule im Hochland, in denen Kinder der Maya eine Ausbildung erhalten.

Nähere Information hier.

 

Im Norden von Namibia untersützt der UNESCO-Club Wuppertal zwei Projekte, in denen es ebenfalls darum geht, den Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen.

Nähere Information hier.

 

In Ruanda, im Kongo und in Tansania untersützt der UNESCO-Club Wuppertal die Schulbildung und diehandwerkliche Ausbildung.

Nähere Information hier.

 

In Wuppertal unterstützt der UNESCO-Club Sprachförderkurse. ein Kinder- und Jugendtheater und einProjekt der Rumänien-Hilfe.

Nähere Information hier. Bericht über einen Besuch vor Ort hier.

 

Sanghé Douka - Senegal (Frankenthal)

Seit 1982 besteht eine enge Beziehung zwischen dem UNESCO-Club Frankenthal und dem Dorf Sanghé Douka im Senegal. Dort geht es einerseits um die Verbesserung der schulischen Situatkion der Kinder, anderseits die Bewältigung um bessere Voraussetzungen für die landwirtschaftlichen Aktivitäten.

Nähere Information hier.

 

Ein Beispiel ist die Finanzierung einer Hirsemühle, welche die Frauen von der mühseligen Arbeit des Hirsestampfens befreite und dazu beitrug, den Lernbegierigen zeitlichen Spielraum für die Teilnahme an Alphabetisierungskursen zu ermöglichen.

 

Die Hirsemühle einst...

 

…und jetzt.

 

Schulprojekte in Tansania und Guatemala (Bonn)

Der UNESCO-Club Region Bonn unterstützt Projekte zur Bildung von Kindern. Die erforderlichen Gelder verdankt der Club seinen Mitgliedern und Freunden, die großzügig spenden und unermüdlich ehrenamtlich zur Unterstützung dieser Arbeit wirken. Zwei aktuelle Projekte sind hervorzuheben.

 

  • Tansania

Der Club förderte 2009/10 das “Tansania- Projekt” der Schweizer Familie Perreten. In der Massai-Steppe in Loltepes errichtete sie eine Schreinerei, betreute kranke Menschen, gab Unterricht in Handarbeit. Auf der Ozeaninsel Mafia errichtete sie ein Schulgebäude für eine Computerschule.

 

  • Guatemala

Seit 2009 begleitet der Club die schulische Bildung in Guatemala. Er unterstützt “Itzamna - Hilfe für Guatemala e.V.“ (Deutschland) finanziell, die gemeinsam mit dem guatamaltekischen Verein “Le K‘at“ Projekte in Cantel im Hochland betreut. Dazu gehört das Colegio Maya, eine Grundschule mit sieben Klassenstufen und 90 Kindern, vier Klassenlehrern sowie einem Musik- und einem Sportlehrer. Bei seiner Gründung war dies eine der ersten Schulen, in denen die Mayakultur und die Muttersprache der Kinder in den Unterricht integriert wurden. Ein Rundbrief informiert regelmäßig über die Aktivitäten wie Schulausbau, Lehrerfortbildung, Sport- und Freizeitangebote für Kinder, die mit der Spendenhilfe geleistet werden können.