Aktuelles

Ein paar Worte über Glyphosat   Das Bundesamt für Naturschutz hat im Januar 2018 eine 13-seitige Stellungnahme zum Wirkstoff Glyphosat herausgegeben. Gemessen an der Tatsache, dass das ... [mehr]

 
Vorschaubild der Meldung: Audrey Azoulay ist neue UNESCO-Generaldirektorin

Die Französin Audrey Azoulay ist neue Generaldirektorin der UNESCO. Der Exekutivrat der UNESCO hatte Azoulay für dieses Amt nominiert. Die UNESCO-Generalkonferenz ist am 10. November 2017 diesem ... [mehr]

 
Vorschaubild der Meldung: Kann es eine neue UNESCO geben?

Heute, am 30. Oktober 2017, beginnt die 39. Generalkonferenz der UNESCO. Sie kann deutliche Zeichen eines Neuanfangs setzen. Einfach wird das nicht. Einerseits verabschiedet sie den neuen ... [mehr]

 

Internationaler Tag des Gedenkens
an die Opfer des Holocaust

Das international gemeinsame Thema lautet auch in diesem Jahr :
“Holocaust Remembrance and Education: Our Shared Responsibility”.

 

Zur Geschichte:

Am 27. Januar 1945 wurden die Vernichtungslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenaus durch die sowjetischen Truppen befreit. Zum 60. Jahrestag der Befreiung im Jahr 2005 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar als internationalen „Holocaust-Gedenktag“ eingeführt.

 

Die UNESCO ist davon überzeugt, dass ein solcher Tag des Erinnerns und Gedenkens eine Möglichkeit ist, die Mitgliedstaaten in ihren Anstrengungen zu unterstützen, aus der Vergangenheit zu lernen und Gründe für das Entstehen von Völkermord und Rassenhass besser zu verstehen und der alltäglichen Gewalt besser entgegen treten zu können. Gleichzeitig eröffnet solch ein Gedenktag die Möglichkeiten, an die Opfer zu erinnern und ihr Erbe als Aufruf an die nachwachsenden Generationen zu verstehen, nicht nachzulassen im Kampf gegen Rassismus und fanatischen Ideologien.

 

António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen: Auszug aus der Erklärung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, 27. Januar 2017:

 

„Heute gedenken wir der Opfer des Holocaust, einer beispiellosen Tragödie in der Geschichte der Menschheit. Die Welt steht in der Pflicht, in Erinnerung zu behalten, dass der Holocaust ein systematischer Versuch war, um das jüdische Volk und so viele andere Menschen auszulöschen.

 

Es wäre ein gefährlicher Irrtum zu glauben, dass der Holocaust Ergebnis des Wahnsinns einer Gruppe von kriminellen Nationalsozialisten war. Im Gegenteil, der Holocaust markiert den Höhepunkt von Jahrtausenden, die von Hass, Sündenbock-Denken und Diskriminierung gegenüber Juden geprägt waren, oder wie wir heute sagen: Antisemitismus.

 

Es ist tragisch und widerspricht unserer Entschlossenheit, dass Antisemitismus weiterhin zu gedeihen scheint. Es ist auch äußerst beunruhigend, dass Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass gegen Muslime zunehmen. Unvernunft und Intoleranz leben wieder auf.

 

Das alles steht in völligem Widerspruch zu den universellen Werten, die in der Charta der Vereinten Nationen und der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte verankert sind. Wir dürfen niemals schweigen oder gleichgültig bleiben, wenn Menschen in Not sind. Wir müssen die Schwachen immer verteidigen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

 

Und das Motto des diesjährigen Tages betont, dass eine bessere Zukunft von Bildung abhängt. Wir müssen aus den Schrecken des 20. Jahrhunderts lernen und dürfen Intoleranz im 21. Jahrhundert keine Stimme geben. Seien Sie sicher, dass ich als Generalsekretär der Vereinten Nationen an vorderster Stelle gegen Antisemitismus und alle anderen Formen des Hasses kämpfen werde. Lassen Sie uns eine Zukunft mit Würde und Gleichheit für alle aufbauen und lassen Sie uns so der Opfer des Holocaust gedenken, die wir niemals vergessen werden.“


 

Vorlesetag im Kulmbacher Kindergarten

Am bundesweiten Vorlesetag, der auf eine gemeinsame Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT sowie der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung zurückgeht, hat Hartmut Schuberth, Vorsitzender des UNESCO-Clubs Kulmbach-Plassenburg, im Paul-Gerhardt-Kindergarten in Kulmbach einer Gruppe das Märchen der Brüder Grimm von den „Bremer Stadtmusikanten“ vorgelesen.

Hartmut Schuberth liest im Kindergarten vor

Die Kleinen lauschten gespannt der Geschichte von den vier ausrangierten, für ihre Halter nutzlos gewordenen Tiere, die einzeln keine Chance zum Überleben sahen. Erst das gemeinsame Ziel, Stadtmusikant in Bremen zu werden, machte sie wieder stark. So stark, dass es ihnen mit Mut sogar gelang, eine Räuberbande in die Flucht zu schlagen. Die Kinder erkannten, dass auch Schwache etwas erreichen können, wenn sie gemeinsam handeln.

 

Der Paul-Gerhardt-Kindergarten ist der einzige in Bayern, der dem Netzwerk der UNESCO-Projektschulen als „mitarbeitend“ angehört. Als ehemaliger bayerischer Landeskoordinator hat sich Hartmut Schuberth vor Jahren mit der damaligen Landeskoordinatorin Birgit Steidel-Paschold beim Kultusministerium erfolgreich für die Aufnahme in dieses Netzwerk eingesetzt.

 

Damit ist Kulmbach der einzige Ort in Deutschland, an dem es neben dem Beruflichen Schulzentrum noch einen Kindergarten als UNESCO-Projektschule und auch einen UNESCO-Club gibt.

 

Beide Einrichtungen unterstützt der hiesige UNESCO-Club bei ihren UNESCO-Projekten im lokalen Netzwerk.

 


Qualitätsentwicklung der UNESCO-Clubs

Im Rahmen der 77. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) in Bonn unterzeichneten die Präsidentin der DUK und der Vorsitzende des Forums der UNESCO-Clubs in Deutschland am 29. Juni 2017 die

Grundsätze zur Qualitätsentwicklung
der UNESCO-Clubs in Deutschland
“.

 

Die Präsidentin der DUK und der Vorsitzende des Forums unterzeichnen die Grundsätze

 

Die Grundsätze zur Qualitätsentwicklung sind die Basis für die Weiterentwicklung des Netzwerks der zurzeit acht UNESCO-Clubs in Deutschland.

 

Das ehrenamtliche Engagement der UNESCO-Clubs in den Themenfeldern Bildung, Kultur und Wissenschaft wird durch neue Regelungen unter anderem zur Neugründung von Clubs sowie zur Einbindung weiterer Partner gestärkt. Die bisherige Vielfalt der Club-Aktivitäten soll erhalten und weiter ausgebaut werden.

 

Urkunde zur Qualitätsentwicklung der UNESCO-Clubs

 

Die Grundsätze zur Qualitätsentwicklung der UNESCO-Clubs in finden sich in vollem Wortlaut in dem Dokument "Qualitätsgrundsätze der UNESCO-Clubs in Deutschland" (PDF, 700 KB).

 


 

Kultur des Friedens


In einer gemeinsamen Initiative des Auswärtigen Amtes, der Deutschen UNESCO-Kommission, der UNESCO-Projektschulen in Deutschland und des Berliner Komitees für UNESCO-Arbeit e.V. entstand die Idee einer Neuauflage der kurz zuvor erschienenen und sehr schnell vergriffenen Broschüre „Erziehung zum Frieden“.

 

Kultur des Friedens - TitelseiteAus der Neuauflage ist ein sehr viel umfangreicheres Werk hervorgegangen. Wir haben es die „Kultur des Friedens“ genannt. Diese Schrift ist ausschließlich in ehrenamtlicher Tätigkeit entstanden. Sie ist der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen für eine gemeinsame Tagung ihrer Schulen zur Verfügung gestellt worden, wie auch der Abteilung Auswärtige Kulturpolitik des Auswärtigen Amtes zur Weitergabe an die Schulleiter und Schulleiterinnen der Internationalen Schulen. Gewidmet aber ist diese Schrift allen, die die Hoffnung auf Frieden noch nicht begraben haben und die bereit sind, sich für diese Vision zu engagieren.

 

Neben einer umfassenden Zusammenstellung der wichtigsten UN- und UNESCO-Dokumente für eine weltweite Kultur des Friedens haben wir Texte aufgenommen, die aus der Arbeit in Schulen entstanden sind oder für die weitere Arbeit in Schulen, Universitäten oder Fortbildungsinstitutionen geeignet erscheinen. Darüber hinaus sind Textbeispiele prominenter Vertreter einer konsequenten Arbeit am Frieden aufgenommen worden, darunter der Erziehungswissenschaftler und Vizepräsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission, Christoph Wulf, der Direktors des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung, Eckhardt Fuchs, und der ehemalige Außenminister und jetzige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier.

 

Der gesamte Text der Broschüre „Kultur des Friedens“ kann auf der Website des Berliner Komitees unter http://www.unesco-berlin.de/seite/289096 eingesehen und heruntergeladen werden.

 

Die gedruckte 120seitige Broschüre kann, ggf. gegen Erstattung der Versandkosten, bei bestellt werden.

 


Zu diesen Themen wurde früher berichtet: