Menschenrechte & Mehr

Die UNESCO- Clubs sind der Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten verpflichtet. Nach Artikel I Absatz 1 der UNESCO-Verfassung besteht das Ziel der Organisation darin, die Zusammenarbeit zwischen den Völkern auf den Gebieten der Bildung, Wissenschaft und Kultur zu fördern und dadurch zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen, „um in der ganzen Welt die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit, vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten zu stärken, die den Völkern der Welt ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion durch die Charta der Vereinten Nationen bestätigt worden sind“.

 

Seit der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahre 1948 hat die UNESCO zahlreiche Aktivitäten zu ihrer Verwirklichung unternommen.

 

Die Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten zieht sich als prinzipielle Zielsetzung durch alle Programmbereiche der Organisation

 

Die Berliner Friedensuhr

Seit dem Jahr 2003 verleiht das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V. zusammen mit dem Juwelier Jens Lorenz die Friedensuhr.

 

Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten oder Institutionen geehrt, die auf der Grundlage der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen zur Überwindung von Mauern zwischen Rassen, Klassen, Völkern, Nationen, Kulturen, Ideologien, Konfessionen, Parteien und Menschen exemplarisch beigetragen haben.

 

Bei der ersten Präsentation, am 9. November 1989 in den Räumen des Juweliers Lorenz wurde die Berliner Friedensuhr mit der Inschrift „Zeit sprengt alle Mauern“ berühmt, als überraschenderweise gleichzeitig die Öffnung der Berliner Mauer bekannt gegeben wurde. Die Originaluhr, ein Kunstwerk, das drei Meter misst und über zwei Tonnen wiegt, kann in den Räumen des Juweliers besichtigt werden. Mit einer kleinen Replik des Originals wurde die Friedensuhr als Preis gemeinsam vom Berliner Komitee und dem Juwelier Lorenz inzwischen fünfmal vergeben:

 

2009, im 20. Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer verlieh das Berliner

Komitee die Berliner Friedensuhr anden damaligen Außenminister Hans-
Dietrich Genscher. Im Bild rechts: Prof. Dr. Hüfner.

 

2003: Avi Primor

Der frühere Botschafter Israels vertrat sein Land in Deutschland von 1993 bis 1999. Die Auszeichnung gilt seinem unermüdlichen Einsatz für die Versöhnung von Deutschland und Israel und seinem Engagement für den Frieden im Nahen Osten.

 

2004: International Atomic Energy Agency

Gewürdigt wurde der unparteiliche Einsatz bei der Aushandlung internationaler Abkommen zur friedlichen Nutzung der Atomenergie.

 

2006: Prinz el Hassan bin Talal von Jordanien

Bei der Preisverleihung wurden die außerordentlichen Verdienste des Prinzen um die Verständigung der Völker gewürdigt, die er sich u.a. durch sein Wirken als Moderator der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden, als Präsident des Club of Rome und als Mahner gegen nukleare Gefahr erwarb.

 

2007: Dennis L. Meadows

Der Ökonom Professor Meadows wurde u.a. dafür ausgezeichnet, dass er bereits 1972 in einer Studie die „Grenzen des Wachstums“ aufzeigte und damit einem Thema weltweite Aufmerksamkeit entgegenbrachte, das bis heute aktuell ist.

 

2009: Hans-Dietrich Genscher

Im 20. Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer wurde der ehemalige Außenminister der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit würdigte das langjährige engagierte Wirken des Außenministers für internationale Versöhnung und Verständigung sowie weltweite Achtung der Menschenrechte und seinen Einsatz bei der Verwirklichung der deutschen Einheit.

 

2011: Willi Lemke

Im November 2011 wurde der ehemalige Sportmanager und Politiker Willi Lemke vom Berliner Komitee für sein langjähriges Wirken als Sonderberater des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden gewürdigt.