UNESCO-Clubs im Forum vereint

In der Bundesrepublik Deutschland wurden die ersten UNESCO-Clubs Anfang der 80er Jahre gegründet. Ihre Mitglieder sind ausschließlich ehrenamtlich tätig.

 

Als eingetragene Vereine sind die Clubs in ihrer Organisation und Arbeit eigenständig. Nach ihren Satzungen und im vereinsrechtlichen Rahmen verfolgen sie ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinn der UNESCO-Verfassung. Die Genehmigung zum Führen des Namens "UNESCO" und zur Nutzung des UNESCO-Logos erteilt die Deutsche UNESCO-Kommission, der sie auch hinsichtlich ihrer Aktivitäten rechenschaftspflichtig sind.

 

Die UNESCO-Clubs finanzieren sich durch Mitgliedsbeiträge, Verkaufsaktionen und Spenden. Die derzeit aktiven UNESCO-Clubs in Deutschland sind in ihrer Struktur, ihrer zahlen- sowie altersmäßigen Zusammensetzung und ihren Aktivitäten recht unterschiedlich. Eines ist ihnen jedoch gemein: Es ist ihnen ein Bedürfnis, die Ideale und Ziele der UNESCO der Bevölkerung nahe zu bringen und dort zu helfen, wo Menschen Hilfe brauchen. Sie unterstützen allesamt Kleinstprojekte in Afrika, Südamerika, Asien oder Osteuropa.

 

Die deutschen UNESCO-Clubs verbreiten Publikationen und Informationsmaterial der UNESCO und der DUK. Sie organisieren Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen im Rahmen der UNESCO-Kompetenz und setzen Projekte - im Ausland und immer öfter auch vor Ort - um. Sie beschäftigen sich mit UNESCO-Themen wie Bildungsförderung, Forschung und Wissenschaft, den kulturellen Wurzeln der Menschheit, Medien, Menschenrechten, Klima und Umwelt, nicht zu vergessen Pflege und Erhalt des Weltkultur- und –naturerbes. Sie pflegen Kontakte zu anderen UNESCO-Akteuren wie den regionalen UNESCO-Projektschulen, UNESCO-Lehrstühlen, den Biosphärereservaten.

 

Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt das Weltkulturerbe ein. Dabei geht es einerseits um die Welterbestätten in Deutschland. Die Clubs organisieren Reisen, Fachvorträge und andere Informationsveranstaltungen. Andererseits geht es auch darum, Welterbestätten in Europa oder auch darüber hinaus bekannt zu machen.  Auch die Vertiefung von persönlichen Kontakten zu Menschen in anderen Ländern fördert das interkulturelle Verständnis, verbessert die Kenntnis fremder Sprachen und Kulturen und trägt dazu bei, Brücken zu bauen.

 

Ein wichtiges Arbeitsfeld der deutschen UNESCO-Clubs ist die Spendenwerbung für Kleinstprojekte bzw. die Beteiligung an größeren Projekten anderer nichtstaatlicher Organisationen in den ärmsten Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

 

Es geht in erster Linie um Hilfe zur Selbsthilfe. So unterstützen die Clubs den Aufbau von Schulen, Kindergärten, Lehrwerkstätten und Bibliotheken. Sie helfen aber auch bei der Anschaffung landwirtschaftlicher Gerätschaften und beim Bau von Bewässerungsanlagen. Die Projekte besitzen Modellcharakter und berücksichtigen die kulturellen Traditionen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. Auch hier stehen persönliche Kontakte zu den Menschen vor Ort im Vordergrund. Diese Begegnungen schaffen menschliche Nähe und tragen zu einem beiderseitigen besseren Verständnis bei. Die Kontakte an der Basis sind mindestens ebenso wichtig wie das Praktizieren von Völkerverständigung auf hoher und höchster politischer Ebene.

 

Derzeit sind acht UNESCO-Clubs in Deutschland aktiv:

  • UNESCO-Club Aachen e.V.
  • Berliner Komitee für UNESCO- Arbeit e.V.
  • UNESCO-Club Region Bonn e.V.
  • UNESCO-Club Frankenthal e.V.
  • UNESCO-Club Joachimsthal e.V.
  • UNESCO-Club Kettwig e.V.
  • UNESCO-Club Kulmbach-Plassenburg e.V.
  • UNESCO-Club Wuppertal e.V.

 

Insgesamt vereint das FORUM etwa 1000 Mitglieder. Die Koordinatoren fungieren als Bindeglied zwischen den UNESCO-Clubs, der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Weltverband.

 

Die Arbeit des FORUMs vollzieht sich genau wie die der deutschen UNESCO-Clubs ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis und wird von den Mitgliedsbeiträgen getragen.

 

Im Oktober 2015 hat sich ds Forum die "Richtlinien für die Arbeit des Forums der deutschen UNESCO-Clubs" gegeben.

 

Mitglieder des Forums in der Welterbestätte Zeche Zollverein in Essen, April 2013

Zweimal jährlich treffen sich die Mitglieder des Forums
zu Beratung und Informationsaustausch:
hier im April 2013 in der Welterbestätte Zeche Zollverein in Essen.


 

Siehe auch:

25 Jahre Forum der UNESCO-Clubs in Deutschland:
Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit