UNESCO-Clubs informieren

Zugang zu Information und Wissen für alle, Einsatz von Informationstechnologie als Entwicklungsfaktor und Förderung der Pressefreiheit - das sind die Ziele des Programms für Kommunikation und Information der UNESCO. Die UNESCO-Clubs wirken auf zahlreichen Informationsveranstaltungen und Gesprächsrunden als Vermittler der Ziele der UNESCO.

 

Bonn: Tag der Vereinten Nationen

Der Club beteiligt sich regelmäßig mit einem Infostand am Bürgerfest “Tag der Vereinten Nationen”, das die Stadt Bonn seit 1996 jährlich mit nationalen und internationalen Institutionen und Organisationen veranstaltet. Für Bildungsförderungs- und Flüchtlingshilfe-Projekte (u.a. Burkina Faso, Aserbeidschan, Afghanistan und Bosnien) verkaufen die Damen des Kreativen Arbeitskreises selbst hergestellten Schmuck und Textilarbeiten. Ferner vermittelt der Club Informationen über aktuelle Aktivitäten (Förderprojekte, Studienfahrten, Vortragsprogramme).

 

Drei Highlights der letzte Dekade sind hervorzuheben: 2001 stand unter dem Motto “Dialog der Kulturen”. Der UCB zeigte im Rahmenprogramm des VN-Tages Dokumentarfilme zur griechischen Kultur im Rheinland (“Zu Hause in der Fremde. Griechisch-orthodoxe Taufe”) und zum Thema Ruandas Hoffnung (“Der Mörder meines Vaters - Eine Frau will Gerechtigkeit”).

Zum “Internationalen Jahr der Berge” 2002 zeigte der UCB die Fotoausstellung “Alltag und Technik in den Bergen des Rheinlands” als Kooperationsprojekt mit dem LVR-Amt für rheinische Landeskunde Bonn, der Deutschen UNESCO-Kommission, dem Institut für historische Geographie der Universität Bonn, dem LVR-Amt für rheinische Bodendenkmalpflege Bonn, dem LVR-Umweltamt Köln, dem Museum der Stadt Andernach, dem Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter und dem Vulkanpark Eifel.

 

Die Ausstellung behandelte die Themen: Das Siebengebirge - Steinbergbau seit der Römerzeit, Mühlentechnik; Die Eifel - Rohstoff Holz, Der Tiergartentunnel von Blankenheim/Ahr; Die Vulkan-Eifel - Steinbergbau zur Römerzeit, Verschiffung im Andernacher Hafen; Das Bergische Land - Bergbau im Mittelalter. Die Ausstellung, die im Folgejahr u.a. auch in der Unviersität und in Museen zu sehen war, richtete sich vor allem an junge Menschen und an die im Rheinland lebenden Angehörigen anderer Kulturen. Hier spiegelt sich in Geschichte und Gegenwart, in Alltag und Kultur, in Wirtschaft und Technik, die Chance des Zusammenlebens in kultureller Vielfalt.

 

 

2004 präsentierten die Botschaft der Philippinen und der UCB in einer Ausstellung das UNESCO-Weltkulturerbe “Reisterrassen” Die philippinischen Reisterrassen von Banaue, oft als achtes Weltwunder der antiken Welt bezeichnet, beherrschen wie ein riesiges Amphitheater die Landschaft. Überdimensionale, lang gezogene Stufen, die jede Form der Natur nachempfinden, erklimmen die Gebirgshänge der Provinz Ifuago

 

30 Jahre UNESCO Club Wuppertal e.V.

Im Juli 2011 feierte unser UNESCO-Club Wuppertal e.V. sein 30jähriges Jubiläum im Wuppertaler Rathaus. Der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal hatte die Schirmherrschaft übernommen und viele Besucher u.a. aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt.

Neben zahlreichen Reden wurde das Fest bereichert durch Liederbeiträge des Schulchors der von uns unterstützten Grundschule Liegnitzer Straße und durch einen Bühnenauftritt des von uns ebenfalls gesponserten Kinder- und Jugendtheaters der Stadt Wuppertal. Viele Besucher des Festaktes waren begeistert von der von uns präsentierten Ausstellung aller 33 Exponate Deutscher Weltkulturerbestätten, die uns durch die DUK Bonn freundlicherweise leihweise überlassen worden war.

 

Der UNESCO-Club Wuppertal e.V. zählt seit seiner Gründung ca. 100 Mitglieder, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz,  z.B. die alljährliche Bücherverschenkaktion zum Welttag des Buches und durch den Weihnachtsmarkt, die nötigen Mittel sicherstellen, um unsere diversen Bildungsprojekte in Mittelamerika , Afrika und in den sozialen Brennpunkten Wuppertals nachhaltig zu unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

 

 

Wuppertal: Aktion Bücher verschenken

Der 23. April wurde von der UNESCO-Generalkonferenz 1995 erstmals als „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen und wird seither bereits in 100 Ländern begangen. Unser UNESCO-Club Wuppertal e.V. veranstaltet hierzu in jedem Jahr im April eine Verschenkaktion mit den von uns über das ganze Jahr gesammelten Büchern.

 

Unsere Bücherverschenkaktion findet alljährlich in der Rathaus Galerie Wuppertals statt und wird dank mehrfacher Ankündigung in der lokalen Presse und einem Beitrag im Gemeindeblatt stets gut angenommen. Die freiwilligen Spenden aus unserer jährlich veranstalteten Bücherverschenkaktion fließen in die von unserem Club unterstützten Jugendbildungsprojekte in Wuppertals Brennpunkten.

 

Die am Ende des Aktionstages übrig gebliebenen Bücher gehen seit einiger Zeit an die „Wuppertaler Tafel“, so dass auch die restlichen Bücher ihre Verwendung finden. Der UNESCO-Club Wuppertal unterstützt weiterhin Bildungsprojekte in unserer Stadt. Hierbei konzentrieren wir uns auf die sozialen Schwerpunkte. Das Kinder- und Jugendtheater unterstützen wir, weil wir den Kindern und Jugendlichen frühzeitig Zugang zu kultureller Kompetenz ermöglichen wollen.

 

 

Dialog Stadt-Land, Berlin - Brandenburg

Eine Initiative des Berliner Komitees für UNESCO-Arbeit und des UNESCO-Clubs Joachimsthal

 

Die Beziehung Stadt-Land hat eine wechselvolle Geschichte. Das mit zunehmender Urbanisierung entstandene Spannungsverhältnis be-darf einer sorgfältigen Bestandsaufnahme – um in Umsetzung der relevanten Themen der UNESCO-Arbeit, zukunftsweisende Lösungen in allen Fragen entwickeln zu können. Berlin und Brandenburg sind das Modell per se, hierzu in den Dialog zu treten: Wie sehen wir die Beziehung Stadt-Land im 21. Jahrhundert - und wie in unserer Region? Ist Brandenburg nur Erholungsgebiet für die müde Berliner Stadtbevölkerung? Welche Bedeutung hat Land, hat die Fruchtbarkeit des Bodens, die Pflege der nicht nur das Auge erfreuenden biologischen Vielfalt für das Leben und Überleben, z. B. für die Ernährung? Wie entwickelt sich die kulturelle Vielfalt in der Region? Was heißt hier Nachhaltigkeit? Mitglieder aus Berlin und Joachimsthal entschlossen sich, den klassischen „Salon“ aufleben zu lassen, in dessen offener, geselliger Atmosphäre Neues gedacht und diskutiert werden kann. Am 6. Juli 2013 luden die Joachimsthaler ein nach Gut Suckow in der Uckermark, im Nordosten des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Hier gründete sich der „Berlin-Brandenburgische Salon“. In sommerlicher Stimmung unter Linden und unter Beteiligung geladener Gäste widmete sich der „Stadt-Land Dialog“ dieses Mal Themen der Ernährung: „Global denken – Lokal essen: Wege nachhaltiger Ernährung für Berlin und Brandenburg.“

 

Die vielen dabei geäußerten Gedanken, Beobachtungen und Folgerungen verlangen eine Fortführung des Dialogs, es stehen auch weitere Themenkreise an. Die reichhaltigen Früchte des Dialogs sollen auch in die öffentliche Diskussion getragen werden mit dem langfristigen Ziel der Sensibilisierung einer größeren Öffentlichkeit, insbesondere junger Leute. Im Sinne der historischen Salonkultur sollen Briefe zu UNESCO-spezifischen Themen die öffentliche Debatte anregen und Anstoß geben für jährlich Veranstaltungen des Berlin-Brandenburger Salons. Ein wichtiger Mittler wird hierbei auch die Kultur sein. In Vorbereitung auf den Berlin-Brandenburgischen Salon wurde das „Bioramaprojekt“ des britischen Künstlerpaars Sarah Phillips und Richard Hurding in der Schorfheide besichtigt: Dort konnten bereits erfolgreich landschaftsarchitektonische und Kunstprojekte realisiert werden. Gemeinsam mit dem UNESCO-Club Joachimsthal soll in einer dort gelegenen Villa ein Kulturzentrum aufgebaut werden.

 

In Berlin wurde das Kulturzentrum „Pfefferberg“ am Prenzlauer Berg besichtigt. Unter der Organisationsstruktur des „Vereins Pfefferwerk zur Förderung der Stadtkultur“, Vorsitzende, Margitta Haertel betreiben heute Nutzer in den 21 Häusern v.a. künstlerische Werkstätten, Ateliers und Galerien, etliche auch mit sozialem Anspruch. Auch die unterschiedliche Organisationsstrukturen und Finanzierungsmodelle waren Thema.