Lernpaten

Aachen: Lese- und Lernpaten

Nicht wenige Kinder mit Mi-grationshintergrund, aber auch Kinder mit deutschen Eltern haben oft enorme schulische Probleme (Schreibschwäche, Leseschwäche usw.). Es entspricht dem Geist der UNESCO, dass Aachener Club-Mitglieder und von ihnen zum Mittun Motivierte hier Hilfe anbieten, indem sie in Grundschulen mit einem einzelnen Kind oder mit mehreren Kindern arbeiten. Wir leisten hier also einen Beitrag zur „Alphabetisierung vor Ort“ und sind als „Lern- oder Lesepaten“ bei Lehrern und Kindern herzlich willkommen. Am „Welttag des Buches“ (23. April) „organisieren“ wir Bücher für Aachener Viert- und Fünftklässler.

 

Materielle Bildungsförderung leistet der Aachener UNESCO-Club ebenso: Das Aachener „Eine-Welt-Forum“ erhielt eine Bücherkiste und reichlich Spiel- und vor allem Lernmaterial. Auch Kindern und Jugendlichen und ihren Familien „draußen“, in Temesvar (Rumänien), konnte und kann der Club (in den letzten Jahren und weiterhin) helfen, indem er den dort tätigen Verein „Hilfe für Kinder“ finanziell tatkräftig unterstützt.

 

Joachimsthal: Umwelt und Kunst für Kinder

 

Ein Projekt mit einer Künstlerin aus Mexiko organisiert und betreut von
Sarah Phillips vom Joachimsthaler UNESCO-Club.

 

Der UNESCO-Verein München e.V. unterstützt das Jugendkinoprojekt „Treffpunkt Filmkultur“, ein Projekt für die Schulen im Raum München zur Heranführung der Jugendlichen an die Kulturgeschichte des Films. Dieses Jugendkino-Projekt ist eine Kooperation von Schule und Filmbranche. Aufgrund der Bildungsinitiative des Bundes wurde ein Filmkanon entwickelt, der von einer Kommission Filmschaffender, -historiker, -kritikern und –pädagogen zusammengestellt wurde.

 

Von unserem Vereinsmitglied Gabriele Guggemos wird ein Konzept zur Nachwuchsförderung sowohl für die Macher als auch für das Publikum im Sinne einer Medien- und Bildungspolitik geleitet und von uns unterstützt. Dazu gehört eine didaktisch aufbereitete Einführung in einen von Schülern ausgewählten Film mit Kurzinformationen und Filmausschnitten, von Lehramtsstudenten ausgearbeitet und vermittelt. Die Vermittlung des Weltdokumentenerbes, das für Deutschland mit dem Film „Metropolis“ von Fritz Lang ermöglicht werden konnte, stellt eine herausragende Verbindung zu den Zielen der UNESCO dar.

 

Die Einbeziehung der Filmkultur in die Schulbildung schafft Orientierung von Werte- und Qualitätsbewusstsein im Umgang mit den Medien, den wir in unserem Verein weiterhin unterstützen. Sie liefert mit der Kunst einen wesentlichen Beitrag zur Bildung für Individuen und Gesellschaft, in dem sie auf vielen Ebenen Kräfte bündelt mit Pädagogen, Künstlern und spezifischen Interessengruppen.

 

Berlin: Das Internationale UNESCO-Schülerseminar

Seit 1971 unterstützt und fördert das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit mit Hilfe der Senatsbildungsverwaltung das internationale Schülerseminar in Berlin. Dieses Seminar mit Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren findet jeweils im Herbst in einer Berliner Tagungsstätte statt. Lehrerinnen und Lehrer aus den Berliner Projektschulen, die auch Mitglied im Berliner UNESCO-Komitee sind, organisieren dieses einwöchigen Treffen. Zielgruppe waren anfangs hauptsächlich deutsche und westeuropäische Jugendliche aus UNESCO-Projektschulen. Seit 1989 sind es zunehmend auch mittel- und osteuropäische Jugendliche.

 

Wichtigste Themenbereiche sind die Menschenrechte: Migration, Ausländer, Gastarbeiter, (Un-)

Frieden oder Gewalt. Die Schülerinnen und Schüler bringen dabei eigene Erfahrungen, Ansichten und Informationen aus ihren Ländern ein. Weitere Themenschwerpunkte sind die Nachhaltigkeitsdebatte in der „einen Welt“ und die Globalisierung: Ob es um das Klima, die Ernährung, die Wirtschaft oder Migration geht, überall sind die Grundzüge der UNESCO-Projektschularbeit gefragt:

 

Die Erhaltung des Welterbes, das friedliche Miteinander und die in jedem Schülerseminar gelebte Toleranz.

 

Schüler des Gymnasiums Joachimsthal lernen experimentell den

Nutzen alternativer Energieerzeugung durch Fotovoltaik kennen.

 

Joachimsthal: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Gemeinsam mit der Schulleitung, den Elternvertretern und den Schülervertretern des Gymnasiums Angermünde wurde eine Veranstaltung zu den Anforderungen an eine Unesco-Projektschule organisiert. Im Ergebis dessen stellte die Schule den Antrag auf Mitarbeit im UNESCO-Projektschulnetz mit dem Ziel, in zwei Jahren die Anerkennung als Projektschule zu erlangen.

 

Zur Unterstützung dieser Initiative gelang es dem Club Joachimsthal, eine Spende der Sparkasse von 4.200 Euro zu vermitteln. In der Schorfheide-Info, Sitz der Geschäftsstelle des Clubs Joachimsthal, fanden zahlreiche Veranstatungen statt. Insgesamt konnten 500 erwachsene Besucher zu unseren Veranstaltungen begrüßt werden. Über 700 Kinder aus Schulen und Kindergärten nehmen jährlich Veranstaltungen des Clubs teil. So z.B. den Biosphären-Bildungs-Tag – Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Juniorrangerprogramm zum Thema „Der Wald und ich“. Der UNESCO-Club Joachimsthal unterstützt mit Informationsveranstaltungen ein Projekt des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin zur Information der Bürger und Betriebe bei der Umstellung auf regenerative Energien.

 

Kulmbach: Zusammenarbeit mit Schulen

Die Entstehung unseres Clubs ist eng mit der UNESCO-Arbeit am Beruflichen Schulzentrum Kulmbach verbunden, die seit Mitte der 70er Jahre engagiert und erfolgreich betrieben wird (u.a. Basar für Pfadfinder in Nepal, Begegnungen mit Asylbewerbern, Hilfen für Kinder in Bosnien sowie Schüleraustausche mit Israel und Bursa/Türkei).

 

 

Um nach der Pensionierung von Lehrkräften sowohl in Kulmbach als auch an der Partnerschule in Bursa Fortführung wie finanzielle Basis der UNESCO-Arbeit zu sichern, wurden 1997 sowohl in Kulmbach als auch in Bursa UNESCO-Clubs gegründet. Etwa ein Drittel unserer rund 100 Club-Mitglieder rekrutiert sich aus ehemaligen und jetzigen Angehörigen unserer Schulfamilie! Auf der anderen Seite unterstützt der Club regelmäßig insbesondere die seit über 25 Jahren durchgeführten Praktikantenaustausche zwischen den UNESCO Projektschulen in Kulmbach und Bursa, an denen auf beiden Seiten bisher je rund 600 Personen beteiligt waren. Mittlerweile ist es gute Übung geworden, dass sich zu den jährlichen Begegnungen auch die beiden Clubs und – seit 2008 – auch zwei Kindergärten aus beiden Städten treffen. Die Tätigkeit von Schule und Club als Brückenbauer zwischen den beiden Kulturen war 1998 Basis für die Gründung einer Städtepartnerschaft zwischen Bursa und Kulmbach.

 

Ein weiteres Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen den beiden UNESCO-Clubs in Bursa und Kulmbach mit den beiden Schulen ist das Projekthaus im Dorf Cumalikizik bei Bursa. Hier haben Clubs und Schulen mit Unterstützung von Lions-Clubs beider Städte ein vom Verfall bedrohtes Fachwerkhaus restauriert. In diesem wurden Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Dorf Zukunftsperspektiven aufgezeigt, die ein Verbleiben in ihrer ländlichen Heimat am Rande der Großstadt lohnenswert erscheinen lassen. Unser Ziel ist, das Dorf als lebendigen Organismus mit Jungen und Alten zu erhalten – mit positiven Auswirkungen nicht nur auf die einmalige, bis zu 700 Jahre alte Bausubstanz, sondern auch auf soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungsmöglichkeiten.

 

 

Bereits erfolgreich beschrittene Wege zu diesem Ziel sind die Verbesserung touristischer Angebote oder die Selbstvermarktung im Dorf angebauter und hergestellter Produkte. Im Frühjahr 2002 halfen drei junge Club-Mitglieder aus Kulmbach während ihres Urlaubs zwei Wochen bei Renovierungsarbeiten in diesem Haus; 2010 erfolgte die feierliche Eröffnung. Wir haben dort ein kleines Museum eingerichtet, das Handwerkskunst aus der Region Bursa und Wissenswertes über die Partnerstadt Kulmbach zeigt. Weiterhin bietet im Haus eine kleine Pension nachhaltigen Tourismus am Fuße des Naturreservates Uludag an.